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Geschäftsbereich 5

Sprengung eines der letzten Zeitzeugen des ehemaligen Fortschrittkombinates

Am 25. September 2019, um 14:00 Uhr, fiel das letzte Stück Geschichte des Neustädter Fortschrittwerkes an der Kirschallee sechs Kilo Sprengstoff zum Opfer. Der 102 m hohe Stahlbetonschornstein wurde gesprengt. Zahlreiche Schaulustige ließen sich dieses beeindruckende Ereignis nicht entgehen. Nach einem lauten Knall kippte der legendäre Zeitzeuge um. Der erfahrene Sprengmeister Oliver Marks von der TVF ALTWERT Sprengtechnik GmbH hat im Vorfeld die genaue Sprengstoffmenge und die Bohrlöcher berechnet, so dass der Schornstein gezielt und sauber gebrochen wurde. Insgesamt waren 35 Bohrlöcher mit einer Tiefe von 0,12 bis 1,37 m, die sich an drei Schäften (Flügeln) sowie an der in Fallrichtung stehenden Wand befanden, erforderlich. Über viele Jahrzehnte hinweg war der Schornstein das sichtbare Wahrzeichen der Kirschallee.

Die Gebäude um den Schornstein wurden zwischenzeitlich seit Anfang Juli 2019 komplett niedergelegt. Das Heizhaus mit dem Schornstein diente zur Versorgung des Fortschritt Landmaschinenbetriebes sowie der Wohnbaugebiete Heinrich-Heine-, Maxim-Gorki- und Friedrich-Engels-Straße. Das Kesselhaus wurde in den Jahren 1982/1983 und der Schornstein 1984/1985 im Auftrag des Fortschrittkombinates erbaut. Der teilweise kritische Bauzustand und die Beeinflussung der baulichen Entwicklung in diesem Bereich erforderten diesen Handlungsbedarf. Im Herbst nächsten Jahres soll die Revitalisierung der ehemaligen Industriebrache abgeschlossen sein.
Erste Interessenten, die sich gewerblich ansiedeln möchten, gibt es laut Frieder Haase, Geschäftsführer der Industrie Center Neustadt GmbH, bereits.

Sprengung Schornstein am 25. September 2019


Sprengung Schornstein 25_09_2019

Sprengung Schornstein 25_09_2019
Sprengung Schornstein 25_09_2019
Sprengung Schornstein 25_09_2019

Revitalisierung Industriebrache Kirschallee 2 - Stand 2020

Das Gebiet der Kirschallee 2 glich im April 2020 einer Großbaustelle – ein beeindruckendes Bild, bei dem viel Technik auf beiden Ebenen zum Einsatz kam. Nach der Sprengung des 102 Meter hohen Spannbetonschornsteins am 25. September 2019 wurde die bestehende Altsubstanz weiter zurückgebaut. So verschwanden neben dem niedergelegten Schornstein alle ehemaligen Ruinen und Gebäude, auch die auf der oberen Ebene. Bedingt durch den milden Winter konnten die Arbeiten zum Verlegen der Schmutz- und Regenwasserkanäle und die Erweiterung des Regenwasserrückhaltebeckens begonnen werden. Abgeschlossen sind der Einbau der notwendigen Löschwasserzisterne und das Verlegen der Trinkwasserleitung sowie die neue Erschließungsstraße, die am 30. Juni 2020 asphaltiert wurde.

Die größte Herausforderung des Vorhabens war und ist die fachgerechte Beseitigung der Altlasten, hier insbesondere der mit Altöl kontaminierten Flächen, wo sich das Öl in einem Bereich bis fünf Meter Tiefe in der Erde befand.

Parallel zu den vorgenannten Arbeiten erfolgten Ausgleichsmaßnahmen. So wurden im Ortsteil Polenz ein Teich und ein Bachlauf renaturiert sowie Bäume am Ortseingang von Polenz und auf dem Schäfersteig in Krumhermsdorf gepflanzt. Bestandteil ist auch das leichte Durchforsten der Böschungsbereiche am Standort Kirschallee.

Mit der verkehrstechnischen Erschließung der Grundstücke der oberen Ebene Kirschallee 2 wurde das Gesamtvorhaben bis auf einige zu erbringende Restleistungen fertiggestellt.  Zu den noch zu erbringenden Leistungen gehören unter anderem der Abtransport nicht verwendungsfähiger Materialien, wie Betonbruch, Wurzelwerk, Asphaltreste, das Einebnen der Flächen, der Bau des Zaunes sowie die Bepflanzung.
Nunmehr kann die Vermarktung der Parzellen vorangetrieben werden. Ein Grundstück wurde bereits veräußert.

Interessenten sind herzlich willkommen. Erste Informationen erhalten Sie im Kurzexposé.

Kirschallee 2 im Juni 2020

Blick auf das obere Plateau Gebiet Kirschallee 2, Foto: Enrico Bartsch, Juni 2020

Kirschallee 2

Kirschallee 2 - untere Ebene

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